Die Planung, Vorbereitung und Realisierung des Tauernprojektes sind geschafft.
Nun gilt es das Erlebte zu verarbeiten und interessierten Leuten zu zeigen.
Zu diesem Anlass gibt es einen Vortrag in der Kletterhalle Bad Ischl.
Nicht des Ruhmes willen, sondern entspannt unter Freunden und Bekannten in gemütlicher Atmosphäre.
Ich freu mich auf euer "Vobeischau" (vorbeikommen).
Vor 5 Jahren entsprang einer Idee eine rote Linie auf einer digitalen Landkarte und verwandelte sich zunehmend in ein Projekt, welches viele Stadien durchlief. Von Ahnungslos über das Wie es möglich sein könnte, über Resignation nach Rückschlägen, weiter zu neuem Mut es doch wieder zu verfolgen, Ärger über eventuell verpasste Startmöglichkeiten bis hin zum heutigen Tag. Dem Tag Null. Jenem Tag, an dem die Vorbereitungen der letzten Jahre, Monate und Wochen enden aber ein finales Ziel am fernen Horizont auftaucht. Auch wenn der Weg weit ist, freue ich mich endlich in die Tauerndurchquerung zu starten.
Dieser Spruch trifft in dieser Skitour einen wahren Kern. Viele Vorstellungen gab es zu Beginn, einige Erkenntnisse zwischendurch und nicht wenige Umplanungen ergaben am Ende eine mögliche Skitour durch das Tauernmassiv.
Eines gleich vorweg: Es ist kein Rekordversuch, kein maximales Höhenmetersammeln oder eine andere Superlative.
Ganz banal erklärt, geht es um eine lange Skitour durch ein mächtiges Bergmassiv.
Hauptaugenmerk in der Skitourenplanung durch die Tauern lag darin, die machbarste Linie zu finden und dabei nicht nur klingende Gipfel zu besteigen, sondern auch einsame Gebiete zu besuchen. Sicherlich ergab das Eine teilweise unweigerlich das Andere und umgekehrt, dennoch wird es keineswegs in Stein gemeißelt sein, wo die Route verlaufen soll. Nachdem das Planen bereits vor einiger Zeit ein Ende gefunden hat, gilt es nun brauchbare Bedingungen zu bekommen, damit dem Traum endlich Taten folgen können.
Durchquerung des gesamten Tauernmassives mit Tourenskie und zu Fuß.
Gelände und Lawinensituation werden dabei die finale Route bestimmen.
Um die Mächtigkeit der Tauern zu verstehen, braucht es ein paar Zahlen. Leider verändern sich ein paar dieser Daten in den letzten Jahren ins Negative, aber es bleibt dennoch ein beeindruckender Gebirgszug
Eine Skitour über die nichts darüber geht. Alpin - Einsam - Gewaltig, das ist, was mir zu der Tauerndurchquerung mit Tourenski einfällt.
Ein Herzensprojekt, das zeigt: Große Ziele wachsen aus Leidenschaft, Respekt und innerer Stärke.
Für das Tauernprojekt braucht es nicht nur Kraft und Ausdauer, sondern vorallem Improvisationstalent, eine richtige Einschätzung der Bedingungen und einen starken Kopf.
Ich bin geflasht was hier passiert ist. Mit so einer Ausdauer, akribischer Vorbereitung, hartem Training über so lange Zeit, sein Ziel nie aus den Augen verlierend...es war ganz einfach sein Traumprojekt.
Die Realisation des Tauernprojektes im Alleingang, schafft nur derjenige, der körperlich, psychisch und seelisch extrem leidensfähig ist, dabei aber nie die innere Freude und Begeisterung für die Berge verliert.
Es war spannend zu sehen, was alles aus eigener Muskel- und Willenskraft möglich ist. Bei der heurigen Schneelage auch noch super Schwünge zu finden, war dann wohl die gerechte Belohnung.
Unterstützung von Freunden und Familie, lassen solche Projekte erst möglich werden.
Oft sind es Kleinigkeiten die einen weiter bringen, teilweise braucht es große Anstrengungen damit es weiter geht
und nicht selten bringt ein aufmunterndes Wort die rettende Motivation.
Natürlich gibt es auch auf der Strecke einige Unterstützer, welche spontan mithelfen, dass diese Tour gelingen kann.
Ein großes DANKE an dieser Stelle.