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Blick von der Balonspitze zur Marislwand
Rückblick auf Pulverschwünge im Tiefschnee
Stürmischer Wind verweht den leichten Pulverschnee

Gewürz einer Tour

  • von Christian Gamsjäger

Die Bedingungen so nehmen, wie sie sind. Gerne würde man das immer so einfach umsetzen und doch sollen es die perfekten Voraussetzungen für eine anspruchsvolle Tour werden.

Stück für Stück hab ich mich von diesem Wunsch entfernt, weil schlussendlich will man auch einmal starten. Auf jedem Streckenabschnitt, befahrbare, gefahrlose und somit ideale Bedingungen vorzufinden, ist schlicht unmöglich. Die Erfahrungen aus den letzten Jahren haben allerdings auch gezeigt, dass oft vermeintlich schlechte Bedingungen sich doch besser handhaben lassen, als umgekehrt z.B. wenig Schnee ist zwar blöd fürs Skifahren, hat aber den Vorteil, dass die Lawinenlage stabiler ist (außer im Jänner und Februar 2026, da war‘s oft genau umgekehrt).

Eine große Tour, egal welcher Art, definiert sich ja nicht alleine durch die Routenwahl, sondern was man aus den vorzufindenden Bedingungen gemacht hat. Kreativität, Flexibilität und im Vorfeld eine ausgebreitete Planung, sind die wichtigen Zutaten für ein erfolgversprechendes Vorhaben. Behält man den Hauptinterakteur, das Wetter, laufend im Auge, entwickelt sich ein grober Gesamtüberblick und die geplante Route springt teilweise im Kopf hin und her um die Möglichkeiten zu verinnerlichen.

Heute hat der Winter gezeigt, dass es noch nicht vorbei ist und in großen Teilen der Tauern ist Neuschnee gefallen. Für mich bedeutet das, dass sich gerade die Bedingen ändern, aber auch die Chancen auf eine freiere Skiroutenwahl erhöhen.

Bedingungen sind die Gewürze einer jeden Tour. Die richtige Wahl macht es aus!

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