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Weißeck
Am Gipfel des Mosermandl
Powdern im Ellmautal
In der Pallavicini Rinne

Die Lust auf etwas Neues

  • von Christian Gamsjäger

Im Dezember 2019 war ein Abend wie jeder Andere auch - vielleicht nicht ganz. Es wurde wieder einmal durch die digitalen Landkarten gescrollt und dabei blieb die Neugierde irgendwie am Tauernkamm hängen. Bis auf den Glockner und das Bäreneck, war alles unbekannt. Das gehört geändert!

Damit der Idee Taten folgen konnten, wurden kurzerhand ein paar Touren geplant um mit voller Euphorie ins Unbekannte zu starten.

Ein Jahr danach, später als unrsprünglich gedacht, war es wieder winterlich geworden. Ich stand am Dachstein und die Tauern lachten mir in voller Pracht entgegen. Da packte mich die Neugierde auf etwas Neues neuerlich mit voller Wucht und
im Februar 2021 war es dann endlich soweit. Die ersten Spuren wurden hoch zum Großen Gangl, einem vorgelagerten Gipfel des Hochgollings, gezogen. So motiviert ich war, eine gewaltige Runde anzutreten, so eingeschüchtert war ich von der imensen Größe und Schroffheit dieser Berge.
Kurzerhand wurde ein Sitzplatz in den Schnee getreten um den "Schock" zu verdauen. Nach einiger Zeit stand der Entschluss fest, einfach die aufgestiegene Rinne wieder abzufahren und die Skitour damit zu beenden.

Ein paar Tage später ging es in das Sölktal, um dort eine Skitourenrunde zu unternehmen. Die geplante Runde war etwas leichter und sollte machbar sein.
Tja, einfacher wars in der Tat, aber die Distanz war dann doch zu weit angelegt - der Schönheit und Faszination tat dies dennoch keinen Abbruch.

Die Heimfahrt war aufgrund des Urlauberverkehrs etwas nervig und so war genügend Zeit um in Gedanken zu versinken. "Zach ist es schon immer wieder, eine Tour in den Tauern zu unternehmen. Es ist immer wieder weit zu fahren, um überhaupt in die Tauern zu gelangen. Dann ist fast immer ein elendig langes Tal zu durchschreiten, bevor es überhaupt auf einen Gipfel rauf geht. Skitourenrunden sind kaum möglich, weil die Menge an schroffen Felsgelände ein schnelles Vorankommen fast unmöglich macht. Das Tageslicht ist in den Wintermonaten ebenfalls noch sehr kurz und somit sind viele schöne Gipfel für mich unerreichbar weit entfernt. Wie könnte man diese Hindernisse überwältigen? Viele Gedanken ratterten danach durch den Kopf, aber einer lies mich nicht mehr los:

Was wäre, wenn man die Tauern in mehreren Etappen durchquert?

Ich spürte einen Grinser im Gesicht und ein kitzeln in der Magengegend. Der Beschluss stand fest, diesen Gedanken etwas näher zu begutachten.

Weiter: Die Planung der Route